Tellertanz


Diese Bastel-Anleitung für einen Teller, der mit Kerzen und sonstigem verziert auf dem Kopf getragen wird, ist ein Teamwork, entstanden aus einer Frage im Forum vom OrientalWeb.

Iskanda beim Phantasie-Teller-Tanz

Sahira:

Du brauchst:

1 Teller, rund nicht zu schwer.
Achte darauf, dass er wenn du ihn in einer Hand hältst und wie einen Fächer schüttelst, keine Geräusche macht, denn dann ist er zu instabil. Am geeignetesten sind Platzteller, die du jetzt in vielen Geschäften für kleines Geld bekommst.

1 Tuch, Maße 80 x 80.
Wir haben von unseren Exbabies die Spucktücher genommen. Sie sind leicht zu kringeln und zu benähen.

1 Dekoband, um das Spucktuch zu kaschieren, außerdem kannst du den Ring immer wieder farblich zu deinem Kostüm abstimmen.

Kerzen:
4 gleichgroße Stumpenkerzen, eine höhere Stumpenkerze für die Mitte, 4 Teelichte (in die Zwischenräume).
Wachsklebeplättchen (für die Stumpen je 3 Stück, für Teelichte reicht eins, zum Befestigen des Dekomaterials (Perlschnüre), pro Bogen eines).

Klettband, 3 Stück á ca. 5 cm ( nur die rauhe Seite)

Heißkleber

Weihnachtsbaumketten für die herunterhängenden Bögen, evtl. Glassteine, Blüten etc.


Anleitung:

Klebe auf der Rückseite des Tellers exakt in der Mitte drei Streifen des rauhen Kletts mit Hilfe von Heißkleber fest, anschließend drehst du ihn herum und stellst ihn mittig auf eine ausreichend hohe und große Dose. Dadurch bemerkst du gleich, wenn die Dekoration nicht gleichmässig verteilt ist und du kannst die herunterhängenden Bögen besser arrangieren.
Nun stellst du die Stumpenkerzen auf den Teller, dabei ist zu beachten, dass sie immer im gleichen Winkel zueinander stehen, ansonsten bekommt dein Teller Schlagseite und du einen steifen Hals! Die vier kleineren im Carré und die grössere exakt in der Mitte.
Befestige nun die Stumpen mit mind. 3 Wachsklebeplättchen auf dem gesäuberten und fettfreien Teller.

Jetzt kannst du die Weihnachtskette o.ä. in 8 kleinen Bögen mit den Wachsklebeplättchen am Rand des Tellers befestigen. Je nach Dicke der Kette brauchst du evtl. 2 x Wachs. Damit die Klebestelle später nicht mehr zu sehen ist, kannst du einzelne künstl. Efeublätter einstecken und/oder Glassteine eindrücken. Die Glassteine haben zusätzlich den Vorteil, dass sich Lichquellen wunderbar darin brechen.

Damit du auch, wenn du den Teller mal ohne Spiegel aufsetzen musst, immer weisst, wo vorne und hinten ist, empfiehlt es sich:

- hinten die Schnüre länger hängen zu lassen,
- eine anderfarbige Blüte vorne in den Wachs zu stecken oder
- auf die grosse Kerze vorne einen Glasstein zu kleben oder einen Bindi.

Am edelsten sehen übrigens silberne Teller mit weißen Kerzen aus.

Wir haben schon verschiedene Farben ausprobiert, aber die Kerzen wirken in grün oder rot oder blau nicht so leuchtend wie die weißen. Der Effekt bei den Zuschauern ist mit weißen viel grösser... :-)))


Der Ring:

Du nimmst das 80 x 80 Tuch, legst daraus ein Dreick und fängst an dieses Dreieck zu zwirbeln, bis du einen Kringel hast. Stecke ihn erst einmal mit einer Sicherheitsnadel fest und lege ihn auf deinen Kopf. Er darf nur so groß sein, dass er keinesfalls über den Kopf überlappt, aber auch nicht so klein, dass die Klettstreifen nicht mehr deine Haare berühren. Hier musst du ein wenig ausprobieren.
Wenn du die richtige Grösse für deinen Kopf gefunden hast, nähst du die Enden fest und umwickelst deine Wurst mit einem farbigen Band.
Ich habe meinen Ring z,.B. mit weißer Seide umwickelt und zusätzlich mit kleinen Bögen aus dem gleichen Material wie beim Teller geschmückt.
Es ist egal, welches Material du hierfür verwendest. Einige in unserer Gruppe haben Baumwollprodukte, andere haben ganz einfache Geschenkbänder genommen. Durch das Gewicht des Tellers und dadurch dass der Klett an den reichlich mit Haarspray eingesprühten Haaren "klebt" rutscht der Teller nur, wenn man den Kopf vorbeugt oder wenn die Bewegungen zu ruckartig werden.

Beim Ring ist es auch wichtig, dass du dir ein Zeichen machst wo vorne und hinten ist, denn erst im Laufe der Zeit nimmt der Ring deine Kopfform an, aber bis dahin solltest du ihn immer in eine Richtung tragen.

Wir hatten mal so ein Erlebnis. Da wollte der Teller nicht richtig sitzen und drohte immer abzustürzen, bis wir dahinter kamen, dass es an dem Ring lag....

Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen und ihr könnt meiner Anleitung folgen.
liebe Grüsse
Sahira


Reyhan:

Beim Kerzenteller fand ich ein Messingtablett immer als Basis ganz gut. Die Kerzen selbst klebe ich mit Wachsklebern (im Kerzenhandel) fest und in der Mitte placiere ich ein Schälchen in dem ich Räucherwerk abbrenne.
Diese Schale habe ich mit Spezialkleber (Bastelgeschäft) angeklebt.
Je nach dem wie Du das Ding balancieren willst (Kopftücher sehen da immer so altbacken aus) solltest Du schauen, das es nicht so leicht rutscht (bei glatten Haaren kann das leicht passieren) ein kleiner Trick (diesmal benutze ich das Wort - obwohl, wie einige wissen, ich es im Zusammenhang mit Tanz nicht mag, denn Tanz ist für mich ehrlich und ein Trick hat da schon eine etwas andere Komponente...) man nehme einen ganz dünnen Gummiring (am besten einen beigen oder transparenten) und klebt diesen unter den Teller.
Der Gummi wird nicht gesehen und das Tablett ist recht rutschfest.

Na denn viel Spaß!
Grüße aus Frankfurt
Reyhan


Iskanda:

Mein Teller ist ca. 67 cm groß, mit sieben großen und zwei kleinen Kerzen, die man auch mal zwischen die Zehen klemmt. Die Kerzen pappe ich auch mit Kerzenklebepads fest. Hält bombig aber man kann sie - gerade die Kleinen - wenn nötig gut abmachen.
Die Blumen hab ich mit der Heißklebepistole festgepappt. Für alle Fälle hab ich aber immer Tesa dabei, falls mal eine beim Transport abgeht.

Ansonsten trickse ich auf meinem Kopf relativ wenig: d.h. Baumwollkopftuch und wenns recht authentisch folkloristisch sein soll alle Haare reinknautschen (ist für mich nicht leicht) und im Nacken knoten. Ich wickel noch ein kleines Berberziertuch als Deko drum.
Zweites Tuch zum Ring schließen, wie schon Nadya es erläutert, allerdings rate ich je nach Kopfform zu wickeln, meines ist z.B. hinten etwas dicker.

Viele Grüße und einen schönen Tag
Iskanda

Iskanda


Nadya:

Es kommt darauf an, was ihr tanzen wollt. Soll es ein Phantasie-Teller-Tanz sein oder eine möglichst authentische Folklore-Darbietung?
Bei Folklore solltet ihr schon ein bisschen Bescheid wissen über Material, Farben und Zubehör.
Ansonsten könnt ihr eurer Phantasie freien Lauf lassen - und bezeichnet den Tanz dann auch entsprechend.

Meine Version ist eher die flokloristische Art.
Einen Teller habe ich mir mal aus Kairo mitgebracht. So ein verziertes Messingteil von 50 cm im Durchmesser, was sich ansonsten auf einem zusammenklappbaren Holzgestell als Dekoration im Wohnzimmer nützlich macht.
Deshalb ist mein Teller auch nicht dauerhaft beklebt sondern wird bei Bedarf immer neu arrangiert.

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Die dicken Stumpenkerzen sind immer gut, ich empfehle mehr als 4 Stück (wegen des Gleichgewichts). Zum befestigen kann man Klebeplättchen, doppelseitiges Klebeband, heisses Kerzenwachs oder was auch immer einsetzen.
Auch Blumen (Plastik) kann man benutzen, einfach die Blüten neben die Stumpenkerzen auf den Rand legen und die Stiele in der Mitte festkleben.
Es sieht während des Tanzes niemand, mit welchen Hilfsmitteln oben auf dem Teller gearbeitet wurde!

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Den Teller kann man von unten mit verschiedenen Mitteln am rutschen hindern: mit Vertrauen ;-)), dem Klettband (Sahira), mit einem druntergeklebten dünnen Gummi (Reyhan), mit Klecksen von Stoffkleber, der gut trocknen sollte oder mit Haarspray kurz vorm Auftritt.

Dann braucht man noch ein Kopftuch, ein großes quadratisches Stück Stoff.
Dieses wird zu einem Dreiecks-Tuch gefaltet, hinten unter den Haaren festgebunden und (wenn es lang genug ist) wieder nach oben geführt und auf der Stirn verknotet.
Die Enden verstecken, ihr seht sonst aus wie eure eigene Parodie!

Und ganz wichtig: der Kringel, der den Kopf zu einer halbwegs geeigneten Auflage-Fläche für den Teller macht.

Nimm ein langes Stück Stoff, lege es zu einem frühstückstellergroßen Kreis, mache vielleicht einen Knoten und wickele jetzt den restlichen Stoff immer drum herum. Und nochmal und nochmal und nochmal.....
Diesen Kringel kann man jetzt noch mit einem passenden Stoff verzieren, vielleicht die Enden auch noch vernähen.
Das Paillettenband um den Kringel hat die Aufgabe, dass dieser nicht vom Kopftuch rutscht. Auf offenem Haar ist der Effekt noch grösser.

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