Fransen

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Allgemeines und Fransen-Anordnung am Kostüm       Fransen selber knüpfen


Allgemeines und Fransen-Anordnung am Kostüm

Jetzt kommen endlich die Fransen dran!

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Perlfransen aus Glasperlen. Einfarbige und zweifarbige, mit und ohne Plättchen, bunte, lange, kurze, auch dreieckige Formen. Sie sind fast immer in Stücken von ca. 1 m (39.3 inches) zu bekommen.
Für einfache Übungsgürtel oder zum Verzieren von Tüchern kann man Stoffransen benutzen, das ist eine recht preiswerte Version.
Die meisten Fransen kommen aus Ägypten oder der Türkei. Auch im Tanzsport finden sich seit einiger Zeit Perlfransen, die recht kurz, dafür jedoch preiswerter und manchmal in seltenen Farben zu finden sind.
Manche möchte recht viele Fransen, damit frau beim Tanzen die Bewegung spürt und die Shimmies gut zu sehen sind. Der andere geht sparsam damit um. Es gibt Modeströmungen, mal sind viele Fransen "in", mal werden sie weniger eingesetzt und es gibt auch Puristen, die tanzen ganz ohne. Jede wie sie mag!
Zu bedenken ist, dass z.B. türkis-farbene Fransen auf einem türkis-farbenen Rock schlecht zu sehen sind. Dieser Effekt kann gewollt sein, also vorher gut überlegen, wie die Farbaufteilung von Gürtel, Fransen und Rock werden soll.
Für einen Übungsgürtel sind 10 cm lange Fransen ausreichend. Bei längeren Fransen aus Stift-Perlen besteht die Gefahr, dass sie kaputtgehen. Wie das? Nun, bei heftigen Hüft-Drops und Twists kann es passieren, dass eine scharfkantige Perle den Faden durchscheuert oder dass die Perlen so heftig aneinanderschlagen, dass sie zerbrechen. Manchmal sind auch die Knoten nicht ordentlich geknüpft und ein Strang geht auf. Bei langen Fransen liegen dann viele einzelne Perlen auf dem Fussboden und frau erntet böse Blicke von den barfuss tanzenden Trainings-Kolleginnen oder man tritt sich die eigenen Perlen in den Fuss. Das ist nicht sehr schön am Anfang eines Auftritts, wenn der Boden aus Fliesen oder Holz besteht.
Diese Gefahr besteht weniger bei runden Rocaille-Perlen und Teppichboden.

Standardmässig nehme ich 20 cm lange Fransen für den Gürtel und 10 cm lange Fransen für das Oberteil.
Es kann sein, dass man mit 1 x 20 cm Fransen nicht auskommt. Dann werden diese in der Hälfte geteilt und mittig je an Vorder- und Rückenteil vom Gürtel befestigt (am unteren Rand von innen, mit Knopflochgarn) und die freien Stellen rechts und links mit den 10 cm Fransen aufgefüllt, da man für das Oberteil meistens weniger als 1 m braucht.
Es gibt auch die Version, die Fransen auf Gürtel und BH schräg zu setzen. Dann kann der untere Rand des Gürtels ebenfalls mit Fransen besetzt werden, muss aber nicht.
Oder man verwendet zusätzlich zu den Fransen am unteren Rand noch kurze, evtl. in einer anderen Farbe. Diese werden z.B. unterhalb von Paillettenmotiven oder sonstigen Ornamenten stellenweise eingesetzt. Hier ist mal wieder alles erlaubt, was gefällt.
Wenn man Fransen in kürzere Stücke teilen muss, fallen meist 1-2 Stränge ab (Perlen zum sticken verwenden). Die Kordel-Enden betupfe ich immer mit Nagellack oder Kleber, so kann nichts weiter ausfransen.

Die Anordnung der Fransen am Oberteil macht man am besten am lebenden Modell. Dazu am besten den Rock und den Gürtel mit Fransen dran und Oberteil anziehen und die Fransen am Oberteil hinhalten, ausprobieren und feststecken, bis es gut aussieht.
Ich finde immer eine Form gut, die V-förmig dem Ausschnitt folgt. Manchmal kann man vorne in der Mitte am unteren Rand noch ein Stück so befestigen, dass die Spitze des V mehr betont wird. Dabei muss die Länge der Fransen der Figur angepasst werden.
Schnitt11 Schnitt12

Am unteren Rand des Oberteils befestigte Fransen finde ich nicht günstig, weil es das Oberteil optisch kürzer macht. Aus dem gleichen Grund sind Fransen seitlich und hinten am Oberteil nicht zu empfehlen. Manchmal ist es gut, die Träger auf der Schulter breiter werden zu lassen und dort Fransen anzubringen. Das macht die Schultern optisch breiter und ist gut für Frauen mit schmalem Oberkörper und breiten Hüften. Aber auch bei grossem Busen kann dies vorteilhaft sein, da die Aufmerksamkeit von den Körbchen abgelenkt wird.
Meistens bleiben von den kurzen Fransen ein paar übrig. Das macht nix, man muss nicht alles verwenden.
Wenn Fransen oben auf Oberteil oder Gürtel gesetzt werden, sieht man die dicke Kordel, in die die Stränge geknüpft wurden. Diese kann man mit Pailletten besticken (dabei muss manchmal wieder die Zange benutzt werden). Man kann auch einspuriges Paillettenband draufnähen oder die Fransen unter den Rand von Paillettenmotiven verstecken (vor dem Aufnähen der Motive dran denken), oder es einfach so lassen, wie es ist.


Fransen selber knüpfen


Fransen selber knüpfen, meine Erfahrung:

Ich habe noch nie Fransen selber geknüft, jedoch schon mal hier und da eine Verzierung aus grossen Wachs- oder Plastikperlen aufgezogen. Die Menge an losen Perlen ist meist genauso teuer wie fertig geknüpfte Fransen, wenn man nicht gerade mit einem (fast) leeren Koffer in den Urlaub nach Ägpyten oder der Türkei fliegt und dort fleissig einkauft.
Für den, der es trotzdem versuchen will, hier eine Anleitung: Perlen und Knopflochgarn bereitlegen. Am besten auch eine Art Kordel zum befestigen, so wie bei den fertigen Fransen. Jetzt einen dicken Knoten machen, Perlen aufziehen bis zur gewünschten Länge, in der Kordel festnähen (oder gleich auf dem Kostüm). Den Knoten unten am besten mit Nagellack oder Kleber fixieren.
Oder: Perlen in gewünschter Länge auffädeln, dabei die letzte Perle als Endstück nehmen und rückwärts durch alle anderen Perlen gehen, alles festnähen. Das funktioniert nur wenn die Perlen gross genug sind, um Nadel und Faden zweimal hindurchzulassen.


Fransen selber auffädeln, prima Tipp von André Elbing:

Das Problem beim Auffädeln von Fransen besteht ja darin, dass man einen recht dicken Faden braucht, diesen aber nicht mit der Nadel durch die Perlen hindurchbekommt.

Des Rätsels Lösung liefert folgende Beschreibung:

Zunächst so viele Perlen wie möglich auf einer Endlosschnur auffädeln, mit einer dünnen Nadel und einem dünnen Faden. Dann wird der stabile Trägerfaden (Knopflochgarn, Zwirn, Angelschnur) mit dem dünnen Faden verknotet und die Perlen von dem Einen auf den Anderen Faden rübergeschoben!
Der Trägerfaden kann auch ein ziemlich langer Faden sein, wenn ich die Technik richtig verstanden habe. Allerdings muss man bei Stiftperlen ein wenig aufpassen, denn die können recht scharfe Kanten haben, bei den runden Rocailles besteht diese Gefahr nicht. Dort am unteren Ende zuerst einen Knoten machen (und in Nagellack/Kleber tauchen), dann am anderen Ende den dünnen Faden dranknoten und die Perlen rüberschieben. Das geht manchmal recht zügig, mal hängt eine Perle besonders gern am Knoten fest - wenn sie nicht will, auch mit liebster Zuredung und Geduld nicht, einfach mit einer Zange zersplittern, damit's weiter geht. Aber Vorsicht: die Splitter können den Knoten oder den Faden anritzen und dann geht der schöne Knoten kaputt und alles fällt runter und man kann wieder von vorne anfangen.
Die gewünschte Länge am besten auf dem Tisch irgendwie markieren, dann geht das Abmessen einfacher. Jetzt den Trägerfaden abschneiden und die Franse entweder auf dem Kostüm festnähen oder in eine Kordel einknüpfen bzw. drin festnähen. Neuen Knoten unten machen und wieder Perlen schieben....
Man kann auch die Fransen in der doppelten Länge auffädeln und in der Mitte befestigen.

Hört sich doch eigentlich ganz einfach an, oder?
Na dann los, schwingt die Nadeln!


Kreativ mit Perlfransen - Tipps zum selberfädeln und "zusammenhäkeln" von Sha-Ri (Danke!)


Wer sich einmal genauer mit Perlfransen beschäftigt, wird bald feststellen, daß es grundsätzlich 2 Typen gibt, die ägyptischen und die türkischen.

Ägyptische Fransen zeichnen sich meist dadurch aus, daß sie recht dicht sind, meist aus kurzen Stiftperlen (geschnitten) gearbeitet sind und das wichtigste was die Verarbeitung angeht: Sie sind an einer Art Kordel (ähnlich einem Schnürsenkel) befestigt.

Türkische Fransen sind hingegen meist aus Rocailleperlen gearbeitet, häufig nicht so dicht und die einzelnen Perlfransen sind mit einer Häkelschnur miteinander verbunden.

Wichtig dabei ist, daß bei türkischen Fransen die einzelnen Stränge wieder vereinzelt und neu zusammengehäkelt werden können, ägyptische Fransen kann man leider nicht mehr umarbeiten (zumindest habe ich noch nicht entdeckt wie).

Perlfransen selbst aufziehen

Prinzipiell kann ich euch nur sagen, überlegt es euch gut, wenn ihr Fransen selbst aufziehen wollt. Erst einmal sind die Rohmaterialien nicht ganz billig, was jedoch viel schlimmer ist, ist der Zeitaufwand. Damit könnt ihr durchaus ein paar Wochen nur wegen einem Kostüm zubringen!

Hin und wieder läßt es sich jedoch nicht vermeiden, entweder weil die Fransenfarbe die ihr sucht einfach nicht zu bekommen ist, oder weil ihr ganz extravagante Fransen mit besonderen Abschlüssen, Plättchen vielleicht auch noch als V-Fransen mit Stufen oder ähnliches wollt und diese schlichtweg so nicht bekommt. Für exotische Perlenfarben kann ich www.beadreaming.com empfehlen. Meiner Erfahrung nach der best-sortierte Laden für Rocailleperlen aller Farben!

Nun gut, genug zum Vorwort, hier nun die Anleitung:
Ich fädele meine Fransen immer als türkische so kann ich nachträglich noch damit variieren. Zunächst einmal benutze ich Rocailleperlen und Knopflochgarn als Rohmaterial. Da die Fransen einiges aushalten müssen, nehme ich das Garn noch dazu doppelt, es lohnt sich also, im nächsten Türkischladen nach großen Rollen Knopflochgarn zu suchen, mit den kleinen 30m Röllchen kommt ihr nicht weit und die sind auch noch tierisch teuer.

Zunächst schneide ich mir das Garn zurecht:
Die einzelne aufgezogene Franse muß immer doppelt so lang sein, als wie sie danach hängen soll, das Garn, da ihr es doppelt nehmt, 4x so lang. Dann müßt ihr auch noch Abschlußknoten machen können, d.h. ihr braucht pro Franse noch einmal ca. 10 cm Garn zusätzlich.
Die Rechnung ist also x cm Fransen hängend = 2 x cm Perlschnüre = 4 x + 10 cm Knopflochgarn / Franse.

Zum fädeln benutze ich eine Perlennadel, dies hat 2 Vorteile: zunächst einmal sind diese sehr lang und schmal und ihr fischt damit mehr und schneller Perlen auf die Nadel.

Zum zweiten, selbst wenn ihr eine Nähnadel besitzt die durch die Perlen prinzipiell durch paßt, passiert es doch bei 2mm Rocailles von schlechter Qualität, daß euch vielleicht jede 10te Perle auf der Nadel stecken bleibt und das hält tierisch auf.

Nun geht es ans friemeln, das Garn muß nämlich durch das Öhr. Es ist durchaus möglich, Knopflochgarn in eine Perlennadel zu fädeln, allerdings sind die Nadeln auch etwas unregelmäßig, von 5 Nadeln die ich besitze, sind doch nur bei 2en das Öhr groß genug.

Das Einfädeln: Freihändig mit dem Faden in Richtung Öhr stochern nutzt hier gar nichts, Fädelhilfe ebenfalls. Für alle, die sich nicht vorstellen können, wie man einen so dicken Faden trotzdem durch so ein kleines Öhr bekommt, hier die Anleitung.

Der Faden muß mit einer scharfen Schere geschnitten sein, damit er nicht schon jetzt ausfranst.
Dann feuchte ich das Ende etwas an (ja, mit Spucke), rolle es noch einmal zusammen, und presse es fest zwischen Daumen und Zeigefinger, so daß es nicht mehr zu sehen ist. Nun nehme ich die Nadel, setze sie vor die Stelle, an der das Ende des Fadens zwischen meinen Fingerspitzen liegt, öffne die Fingerspitzen gaanz langsam und bewege Fadenende und Öhre dadurch aufeinander zu. Mit etwas Glück geht dabei der Faden tatsächlich ein winziges Stück durch das Öhr. Nun mit spitzen Fingernägeln greifen und durchziehen, fertig!

Manchmal ist das Nadelöhr doch zu klein, das merkt ihr spätestens daran, daß, wenn ihr es endlich doch geschafft habt den Faden durch das Öhr zu bekommen, dieser beim durchziehen durch die Nadel völlig ramponiert wird. Dann einfach mal mit einer anderen Nadel versuchen, manchmal hat man mit der nächsten schon mehr Glück.


Dann wird aufgezogen: zuerst einmal die beiden Fadenenden verknoten und am besten gleich schon mit Nagellack verkleben. Nun habe ich meine Perlen in einem Schüsselchen (eigentlich eine Butterbrotdose;-)), pflüge mit der Nadel mehrmals hintereinander hindurch, daß Perlen darauf rutschen, schiebe die Perlen auf den Faden und pflüge weiter.
Die Fransenlänge noch einmal mit dem Maßband überprüfen, knoten, schneiden, kleben, nächste.
Das Ganze ist sehr zeitaufwendig, je nach Fransenlänge brauche ich mit einfädeln, knoten, fischen und wieder knoten ca. 5-7 min pro Faden. Ich habe bereits versucht, mit mehreren Nadeln gleichzeitig zu fischen leider war ich so auch nicht schneller.

Perlfransen verhäkeln

Entweder ihr habt nun eure Fransen selbst aufgezogen oder ihr habt türkische Fransen, die ihr wieder vereinzelt habt.

Wenn ihr türkische Fransen fertig kauft, ein kleiner Hinweis: Interessant ist dabei das Verhältnis Fransenzahl / Meter / Geld.
Häufig sind günstige Fransen auch dünn gehäkelt. Ein kleiner Anhaltspunkt, bei Neijla sind Fransen meist ca. 150 Einzelschnüre bzw. 300 hängende Schnüre / Meter.

Nun geht es ans häkeln, ich benutze dazu ebenfalls Knopflochgarn. Dies hat die Vorteile, daß ihr die Fransendichte durch die Anzahl der Luftmaschen dazwischen regulieren könnt und der Strang wird schön dünn und ihr könnt ihn auch gut auf ein Kostüm nähen und ihn zwischen der Stickerei verstecken.
Die Wahl des Häkel-Hakens ist dabei nicht so wichtig, man kann einen einfachen 1,5 oder 2 mm starken benutzen. Die Maschen kann man auch bei grösseren Haken zusammenziehen.

Einfaches häkeln

Ich häkel mir erst einmal 2-3 Maschen vor, dann nehme ich eine Franse, lege sie über den Faden, lege die Enden zusammen und suche mir die Fransenmitte, hake hier meinen Häkelfaden zwischen zwei Perlen ein und mache die nächste Masche mit meiner Franse dazwischen.
Was die Fransendichte angeht, da könnt ihr experimentieren, bei einer Luftmasche dazwischen werden die Fransen schon superdicht, ich häkel meist mit 2 Maschen dazwischen, 3 Maschen geht auch noch. Wenn die Fransen beim aufnähen schräg laufen werden sie zudem wieder etwas dichter, auch könnt ihr beim Festnähen den Strang mehr oder weniger straffen nehmen, daß macht auch noch was aus.
Das einfache häkeln gibt Fransen, bei denen jeweils die Doppelstränge hintereinander liegen, dadurch wirken sie frei hängend immer etwas dünn. Sobald sie auf einen Untergrund liegen, wird der hintere Strang nach vorne gedrückt und auf einmal sind sie viel dichter! Wenn ihr die Fransen irgendwo aufnähen wollt, kein Problem.
Wenn sie jedoch am Gürtelabschluß sitzen, habe ich selbst gerade bei der ägyptischen Gürtelform und einem breiten Bobbes das Problem, daß sich der hintere Fransenstrang gerne versteckt. Dafür gibt es eine Abhilfe, das:

Häkeln für Angeber ;-)

Prinzipiell wie das einfache häkeln wird hier jedoch nachdem die Franse mit einer Luftmasche im Strang fest gehäkelt wurde, nun eine Fransenhälfte zwischen Faden und Nadel umgelegt (entweder die hintere nach vorne oder die vordere nach hinten, aber bitte innerhalb einer Häkelei immer einheitlich!) und die nächste Masche gemacht.
Dadurch kommen beide Fransenhälften auf die gleiche Seite des Häkelstrangs und liegen nicht mehr hinter- sondern nebeneinander und wirken schon gleich wieder etwas dichter.

Special Effects

Wozu nun eigentlich das ganze, wenn ihr Fransen doch auch so kaufen könnt? Nun da gibt es ein paar Gründe:

Fransen verdichten - vielleicht habt ihr ja supergünstige Fransen gefunden, diese sind nur leider etwas dünn. Durch neu häkeln könnt ihr die Fransen verdichten, z.B. aus 2X1m (das werden dann superdichte Delux-fransen) oder 3X0,5m Strängen einen machen.

Farbverläufe - vielleicht wollt ihr 2 oder mehr wechselnde Fransenfarben und bekommt diese so nicht zu kaufen oder nur mit elendig langer Lieferzeit? Dann hilft es sich die Farben einzeln zu kaufen und wechselnd aufzuhäkeln. Auch zum verarbeiten von Fransenresten Klasse geeignet!

Stufen - Dies macht sich besonders schön, wenn die Fransen andersfarbige Enden oder Plättchen haben, ist aber auch wieder zum verarbeiten von Fransenresten unterschiedlicher Längen geeignet. Entweder ihr habt Fransen verschiedenen Längen und häkelt diese abwechselnd auf, oder ihr hängt die Franse asymetrisch, z.B. einen 40 cm Strang (eigentlich eine 20er Franse) mit z.B. 15 cm auf der einen Seite und 25 cm auf der anderen Seite über euren Häkelfaden.
Bei Stufenfransen ist es schöner sie etwas dichter zu häkeln, da die längeren Stufen immer dünner werden.

Fransen verlängern - Ist teilweise nützlich, wenn ihr euch mit der Fransenlänge vertan habt. So lassen sich z.B. aus 10er Fransen noch 20 er Fransen machen, indem ihr z.B. nur die erste Perle über den Häkelfaden legt. Das wird zwar wieder etwas knubbelig, ist aber für eine untere Fransenreihe am Gürtel gut zu gebrauchen. Alternativ könnt ihr auch unterhalb des Knotens mit einer Nadel alle Fransen zunächst auf den Häkelfaden aufziehen und dann häkeln.
Wichtig dabei ist, ihr braucht dazu eine wirklich ausreichende Fransenmenge, da die Länge des Strangs dadurch auf die Hälfte reduziert wird!

Und dann könnt ihr damit natürlich noch wild experimentieren!

shari-tuerkis-fransen Hier mal ein Foto von meinen ersten "Spezialfransen" hier hatte ich noch je Meter 10er und 20er Fransen in zwei verschieden Farben übrig. Dazu noch Meter 15er Fransen einer dritten Farbe gekauft, und das dann wechselnd mit Stufen verhäkelt und dabei noch etwas verdichtet.
So einen Farbverlauf findet ihr wo anders nicht mehr so schnell!


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